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Modul 02

Der mentale Wandel

Die Trauer, der Zweifel und die Denkweise, vor der dich niemand warnt

⏱ 11 Min. Lektüre

Teil 1

Das Warten

Genesung beginnt nicht, wenn du aus der Narkose aufwachst. Sie beginnt im Warten – und dieser Teil kann der härteste sein.

  • 1

    Das Warten kann brutal lang sein

    Dort, wo ich operiert wurde, kann die Wartezeit für nicht dringende Fälle ein Jahr bis 18 Monate betragen. Wenn du für dich selbst eintreten kannst, tu es.

  • 2

    Die Ungewissheit ist das Schlimmste

    Zu wissen, dass es kommt, aber nicht planen oder zur Ruhe kommen zu können. Dieses Nicht-Wissen saß mir jeden Tag im Hinterkopf.

  • 3

    Den Termin zu bekommen verändert alles

    In dem Moment, als ich ein festes Datum hatte, fiel die Unsicherheit ab und ich konnte durchatmen. Wenn du noch wartest, halte durch. Diese Erleichterung kommt.

Teil 2

Die Trauer

Niemand hat mir gesagt, dass ich um meinen eigenen Körper trauern oder Schwierigkeiten haben würde, das zu akzeptieren, was jetzt in mir ist.

  • 1

    Du wirst vielleicht trauern – und das ist normal

    Nach meiner ersten OP habe ich fast ständig geweint. Ich konnte nicht akzeptieren, dass jetzt ein Metallteil in meinem Körper war.

  • 2

    Die Hardware zu akzeptieren braucht Zeit

    Wenn es sich noch nicht nach deinem anfühlt, bist du weder seltsam noch undankbar. Du gewöhnst dich an etwas Gewaltiges.

  • 3

    Es wird leichter

    Bei meiner zweiten OP hatte ich die Trauerarbeit hinter mir. Ich habe die Hardware sofort akzeptiert. Dieser Frieden hat alles leichter gemacht.

Teil 3

Der Zweifel

Etwa in Woche zwei, wenn die Schwellung anhält und du immer noch nicht viel tun kannst, schleicht sich der Zweifel ein. Es ist eines der häufigsten Gefühle nach einer OP – und eines der am wenigsten besprochenen.

  • 1

    Du wirst wahrscheinlich deine Entscheidung hinterfragen

    Das ist normal – kein Zeichen, dass du die falsche Entscheidung getroffen hast.

  • 2

    Die Stille nährt den Zweifel

    Wenn du dich nicht bewegen und nichts tun kannst, füllt dein Verstand die Stille mit Sorgen.

  • 3

    Er löst sich, wenn der Körper sich bewegt

    In dem Moment, als mein Körper wieder mehr tun konnte, verblasste der Zweifel.

Teil 4

Der Denkwandel: das goldene Stück

Wenn du nur einen Teil dieses Moduls liest, dann diesen. Meine zwei Operationen waren grundverschieden – und der einzige echte Unterschied war meine Denkweise.

  • 1

    Panik macht es schwerer

    Bei meiner ersten OP war ich ängstlich, suchte nach Leitfäden, geriet in Panik und drängte zu sehr. Mein Bein schwoll stark an und ich bezahlte mit einer längeren Genesung.

  • 2

    Ruhe macht es leichter

    Bei meiner zweiten OP war ich entspannt. Ich vertraute dem Prozess, ich ruhte ohne Angst. Mein Bein schwoll kaum an, und die Genesung lief wie im Flug.

  • 3

    Kurzer Schmerz für langen Gewinn

    Ein paar Wochen Stillstand jetzt, für Jahre eines Lebens ohne Schmerzen danach. Wenn du es so siehst, fällt Geduld so viel leichter.

Teil 5

Dein Körper wird sich verändern

Muskeln, Appetit, Hormone, Haare, Energie – alles kann sich durch den Stress der OP verschieben. Hier ist, was normal ist.

  • 1

    Du wirst Muskeln verlieren

    Ich habe enorm viel Muskelmasse verloren – durch den Schnitt bei der OP und durch das Stillliegen. Sie kommt zurück.

  • 2

    Dein Appetit kann nachlassen

    Wenn du still liegst, brauchst du einfach weniger. Erzwinge es nicht – iss einfach gut, wenn du isst.

  • 3

    Hormone können sich verschieben

    Besonders bei Frauen kann der Stress den Zyklus durcheinanderbringen. Meine Haare fielen auch stärker aus als sonst. Es normalisiert sich.

  • 4

    Sei nett zu dir, was dein Aussehen angeht

    Der Körper, den du in den stillen Wochen siehst, ist nicht dein endgültiger Körper. Es ist dein heilender Körper.