
Die ersten zwei Wochen
Wie sich die ersten vierzehn Tage wirklich anfühlen
Sicherheit zuerst
Die meisten Genesungen verlaufen reibungslos, aber die Warnsignale früh zu kennen ist das Beste, was du für dich tun kannst.
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1
Schütze dich vor Stürzen
Räume lose Teppiche, Kabel und Unordnung weg, trage rutschfeste Schuhe und bewege dich langsam beim Aufstehen – besonders wenn Schmerzmittel dich schwindelig machen. Beleuchte den Weg zum Badezimmer für nächtliche Gänge.
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2
Lebe nicht in Angst vor einer Luxation
Eine moderne Hüfte springt nicht bei normaler, vorsichtiger Bewegung heraus. Sei vernünftig, halte dich an deine Vorsichtsmaßnahmen – aber gehe nicht voller Angst durch den Tag.
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3
Anzeichen für ein mögliches Blutgerinnsel
Neue oder starke Schwellung, Schmerzen, Rötung oder Wärme in der Wade oder im Unterschenkel, besonders einseitig, die beim Hochlagern nicht nachlässt. Informiere sofort dein Team.
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4
Anzeichen, dass ein Gerinnsel die Lunge erreicht haben könnte
Plötzliche Atemnot, Brustschmerzen oder ein Husten, der sich falsch anfühlt. Das ist ein Notfall. Ruf sofort den Rettungsdienst, warte nicht ab.
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5
Anzeichen einer Wundinfektion
Die Wunde wird rot, heiß, geschwollen, nässt oder sondert ab, dazu Fieber oder allgemeines Unwohlsein. Eine Infektion in der Nähe eines neuen Gelenks ist ernst und muss schnell behandelt werden.
Deine Vorsichtsmaßnahmen
Vorsichtsmaßnahmen sind wichtig, aber sie sind nicht für alle gleich. Sie hängen von deinem operativen Zugang ab. Kläre deinen mit deinem Team.
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1
Benutze deine Gehhilfe – so, wie es für dich passt
Rollator oder Krücken, was sich richtig anfühlt. Nach der ersten OP benutzte ich eine Woche lang zwei Krücken. Nach der zweiten OP brauchte ich kaum etwas. Stütze dich so lange ab, wie du es brauchst.
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2
Beuge deine Hüfte nicht über 90°
In den ersten Wochen oft eine Regel. Nicht tief nach vorne beugen und nicht auf sehr niedrigen Sitzen Platz nehmen. Eine erhöhte Toilettensitzung und ein fester, höherer Stuhl helfen.
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3
Schlage die Beine nicht übereinander
Weder an den Knien noch an den Knöcheln, oft sechs bis acht Wochen lang. Räume niedrige Tische und Fußhocker weg, die dazu verleiten.
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4
Drehe dich nicht auf dem operierten Bein
Drehe deinen ganzen Körper, anstatt dich an der Hüfte zu drehen, wenn du die Richtung wechselst.
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5
Schlafe in der Anfangszeit auf dem Rücken
Ich habe drei Wochen auf dem Rücken geschlafen. Etwa in Woche drei habe ich versucht, auf der Seite zu liegen, mit einem Kissen zwischen den Beinen. Sobald es wehtat, bin ich wieder auf den Rücken gewechselt.
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6
Duschen ja, Baden nein
Duschen ist meist in Ordnung, sobald dein Team es freigibt. Lass das Baden. Ein- und Aussteigen ist in diesen frühen Wochen zu viel.
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7
Warte mit dem Autofahren, bis es freigegeben ist
Fahre niemals unter starken Schmerzmitteln. Bei mir war es etwa Woche drei nach der zweiten OP und Woche fünf nach der ersten.
Dein Körper
Heilung ist in diesen Wochen größtenteils unsichtbar. Das bedeutet nicht, dass nichts passiert.
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1
Rechne mit Schwellung – lass sie dich leiten
Dein Bein wird geschwollen und schwer sein. Bei meiner ersten OP habe ich nur geruht und winzige Spaziergänge gemacht. Das war genau richtig. Kämpfe nicht dagegen an.
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2
Kühle die Stelle
Lege regelmäßig über den Tag Eis auf, mit einem Tuch zwischen Eis und Haut, jeweils etwa 20 Minuten. Es hilft mehr, als die meisten erwarten.
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3
Lagere das Bein richtig hoch
Bringe das Bein möglichst über Herzhöhe. Wenn du flach liegst, lagere es höher als deinen Kopf.
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4
Heilung ist unsichtbar
Es fühlt sich an, als würdest du fast nichts tun, aber im Inneren bauen Zellen alles wieder auf. Ein gewaltiger Prozess findet statt, den deine Augen nicht sehen können.
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5
Iss gut, auch wenn der Appetit nachlässt
Setze auf Protein, eisenreiche Lebensmittel, Obst und Gemüse, Ballaststoffe und Wasser. Suppen sind Gold wert. Sie nähren, hydrieren und gehen an schweren Tagen leicht hinunter.
Die Übungen
Keine strikten Zahlen, kein fester Plan. Ein paar Sekunden anspannen, loslassen, wiederholen, wenn du daran denkst. Ein kurzer Spaziergang alle ein bis zwei Stunden. Kläre alles Neue immer mit deinem Team.
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1
Fußwippen, ab Tag eins
Bewege deinen Fuß langsam auf und ab, dann kreise mit dem Knöchel. Die eine Übung, die ich nicht auslassen würde. Sie hält das Blut in deinem Unterschenkel in Bewegung.
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2
Muskelanspannung
Spanne den Muskel an, halte ein paar Sekunden, lasse los. Kein Zählen, kein Druck.
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3
Handtuch unter dem Knie drücken
Rolle ein Handtuch unter dein Knie und drücke sanft nach unten. Eine einfache Möglichkeit, das Bein zu aktivieren, wenn Anheben sich noch nach zu viel anfühlt.
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4
Beinheben – nur so weit du kannst
Hebe nur so hoch, wie du es schaffst. Die Anstrengung zählt, nicht die Höhe.
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5
Kurze Spaziergänge, dafür öfter
Steh alle ein bis zwei Stunden auf und geh ein bisschen. Etwa 10–15 Minuten am Stück waren in Woche eins für mich völlig ausreichend.
Deine Seele
Das langsame, unsichtbare mentale Spiel – der Teil, vor dem dich niemand warnt.
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1
Stillstand ist kein Versagen
Du bist es gewohnt zu handeln und zu leisten – und jetzt liegst du still. Dieses Gefühl ist normal.
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2
Zähle Fortschritt in Wochen, nicht in Tagen
Aus der Nähe bewegt es sich im Schneckentempo. Rückblickend geht es schneller, als du denkst. Tage werden dich täuschen, Wochen sagen die Wahrheit.
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3
Lass dich von einem schlechten Tag nicht entmutigen
Genesung ist keine gerade Linie. Tiefpunkte gehören zum Weg – sie sind kein Rückschritt.
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4
Höre auf dich selbst, nicht auf den Lärm
Meinungen, Protokolle und Vergleiche werden dich verlocken. Die wichtigste Stimme in den ersten zwei Wochen ist dein eigener Körper.